Aktivitäten

HWR Summer School 2025

Am 17. Juli 2025 hielten unsere Mitglieder Martina Martinovic, Roxana Zimmermann und Mario Petoshati im Rahmen der letzten Veranstaltung der HWR Summer School 2025 einen Vortrag zum Thema „Kreislaufwirtschaft“. Der Vortrag umfasste theoretische Erläuterungen, Beispiele aus der Praxis und praktische Übungen, um ein tieferes Verständnis der Kreislaufwirtschaft zu vermitteln. Dies führte zu fruchtbaren und anregenden Diskussionen unter den Studierenden. Die Vorlesung umfasste auch zwei Fachvorträge von Frau Ines Göbel (Nachhaltigkeitsmanagerin der ZumTobel-Gruppe) und Frau Julia Breidenstein (Mitbegründerin und PR-Managerin von Humana Kleidersammlung).

Gruppenfoto der Teilnehmer:innen

Krisenreaktionen in globalen Wertschöpfungsketten – Perspektiven aus Schwellenländern

Christina Teipen präsentierte auf der Jahrestagung der Society for the Advancement of Socio-Economics (SASE) in Montreal ein gemeinsames Papier mit Anne Martin. Der Vortrag mit dem Titel „Conceptualizing Crisis Reactions in Various GVC Positions: Insights on National Sector Dynamics from Emerging Economies“ fand im Track „Global Value Chains“ statt. Die Konferenz stand unter dem Thema „Inclusive Solidarities: Reimagining Boundaries in Divided Times“Teipen und Martin analysieren, wie unterschiedliche Branchen in Schwellenländern auf Krisen reagieren – abhängig davon, wie stark sie in globale Wertschöpfungsketten eingebunden sind und welche politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen jeweils bestehen.

Lieferkettengesetz in Aktion: Auswirkungen auf Brasiliens Batterieindustrie

Im Rahmen unserer Lecture Series präsentierte unsere Kollegin Helena Gräf ihre Forschung zur Wirkung des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) in der brasilianischen Batterie-Wertschöpfungskette. Anhand einer Fallstudie zur brasilianischen Automobilindustrie, die sich schrittweise in Richtung Batterieproduktion entwickelt, analysierte sie, wie das transnationale Gesetz mit nationalen Governance-Formen wie industriellen Beziehungen, Umweltregulierung und Industriepolitik zusammenspielt – mit Fokus auf die Rolle von Labour. Ihre Ergebnisse zeigen: Das LkSG kann nur dann Wirkung entfalten, wenn es in ein tragfähiges nationales Governance-System eingebettet ist.

Panel auf der ECPR Regulatory
Governance Konferenz Juni 2025

Mitglieder des HWR Forschungskompetenzzentrums präsentieren ihre Forschung bei The Biennial Conference of the Standing Group on Regulatory Governance an der Hertie School of Governance vom 11. bis zum 13. Juni 2025 in Berlin. Mehr Infos

Menschenrechtliche Sorgfaltspflicht in Indien: Herausforderungen und Perspektiven

Im Juni war Prof. Praveen Jha von der Jawaharlal Nehru University (JNU) in Delhi im Rahmen eines kurzen Forschungsaufenthalts an der HWR Berlin zu Gast. Jha arbeitet seit vielen Jahren mit Mitgliedern unseres Kompetenzzentrums zusammen, unter anderem zu globalen Wertschöpfungsketten und Fragen sozialer Gerechtigkeit. In seinem Vortrag analysierte er die begrenzte Wirksamkeit menschenrechtlicher Sorgfaltspflichtengesetze im indischen Kontext. Er betonte, dass solche Gesetze kaum greifen, solange der informelle Sektor – in dem über 90 Prozent der Beschäftigten arbeiten – nicht in umfassendere nationale Reformen eingebunden wird. Nachhaltige Veränderungen müssten daher in erster Linie von innen heraus erfolgen.

Makroökonomische Perspektiven auf
globale Wertschöpfungsketten

Im Rahmen unserer Lecture Series hielten unsere Mitglieder Juan Manuel Campana und Prof. Dr. Eckhard Hein im Mai einen Vortrag mit dem Titel „Demand and Growth Regimes and the Structure of International Trade in Selected Countries: A Macroeconomic Framework for the Analysis of Global Value Chains“.
Der Vortrag stellte erste konzeptionelle Überlegungen eines laufenden Forschungsprojekts vor, das einen makroökonomischen Zugang zur Analyse globaler Wertschöpfungsketten entwickelt und untersucht, wie die Struktur des internationalen Handels Nachfrage- und Wachstumsregime in ausgewählten Ländern prägt.

Arbeitsbedingungen in Häfen und auf See: Einblicke in die Bananenlieferkette

Im April 2025 präsentierte Prof. Dr. Christoph Scherrer bei uns zentrale Ergebnisse seiner aktuellen Forschung zu Arbeitsbedingungen in der globalen Frachtschifffahrt.
Im Mittelpunkt standen dabei Fallstudien zu Häfen in Deutschland, den Niederlanden, Costa Rica und Kolumbien sowie empirische Analysen zur Situation von Seeleuten. Untersucht wurden unter anderem die Lücken in der internationalen Regulierung, die Durchsetzung nationaler Arbeitsstandards und die Verantwortung zentraler Akteure entlang globaler Lieferketten.

Der Vortrag basierte auf dem gemeinsam mit Ismail D. Karatepe veröffentlichten Buch „Arbeit in der Lieferkette“. Es zeigt am Beispiel der Bananenlieferkette nach Nordwesteuropa auf, wie schwierig es ist, menschenwürdige Arbeitsbedingungen auf See und an Land sicherzustellen – und welche gesellschaftlichen Kräfte an der Aufrechterhaltung bestehender Machtverhältnisse beteiligt sind.

Gastvortrag an der HWR: Industriepolitik als Schlüssel für Brasiliens Entwicklung

Im Februar 2025 war Prof. Bruno De Conti, langjähriger Forschungspartner des IPE Berlin, für zwei Wochen als Gastwissenschaftler an der HWR Berlin zu Besuch. De Conti lehrt an der renommierten Universität Campinas (UNICAMP) in Brasilien und forscht zu Währungshierarchien im globalen Finanzsystem sowie zu globalen Wertschöpfungsketten und deren Bedeutung für Entwicklungsstrategien.

Während seines Aufenthalts hielt er unter anderem einen öffentlichen Vortrag zum Thema „Brazil: The Current Economic and Geopolitical Scenario, and the Impacts on its Positioning in the GVCs“. Darin betonte er, dass das derzeitige wirtschaftliche und geopolitische Umfeld zwar Veränderungen in den globalen Wertschöpfungsketten (GVCs) auslöse, daraus für Brasilien jedoch keine automatischen Vorteile entstünden. Vielmehr müssten mögliche Chancen aktiv durch eine wirksame Industriepolitik genutzt werden – flankiert von einer makroökonomischen Ausrichtung, die die industrielle Entwicklung nicht behindert.

Kick-Off Konferenz November 2024

Die globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten stehen heute vor beispiellosen Herausforderungen. Das neue HWR Berlin Forschungskompetenzzentrum wird in den kommenden Jahren hierzu forschen. Mit der Kick-off Konferenz startete Ende November 2024 ein breiter Dialog mit interessiertem Fachpublikum. Mehr Infos

Erneute Auszeichnung für Prof. Dr. Dmitry Ivanov als einer der weltweit meistzitierten Wissenschaftler

Prof. Dr. Dmitry Ivanov wurde im aktuellen Highly Cited Researchers Ranking 2024 erneut als einer der weltweit meistzitierten Wissenschaftler ausgezeichnet – bereits zum vierten Mal in Folge.

Mit dieser Ehrung zählt Prof. Ivanov zu den Forschenden, deren wissenschaftliche Arbeiten in ihrem Fachgebiet international besonders häufig zitiert werden. Er gilt als ausgewiesener Experte im Bereich Supply Chain Management und erreichte 2024 im ScholarGPS-Ranking weltweit den 1. Platz in den Kategorien Supply Chain und Control in der Rubrik „Highly Ranked Scholar – Prior Five Years“.

Konferenz der Global Labor University in Neu-Delhi

Vom 25. bis 27. September 2024 fand an der Jawaharlal Nehru University in New Delhi, Indien, die Konferenz der Global Labor University zum Thema „Globalisation and Transition to an Egalitarian World: Resistance and Alternatives“ statt.
Anne Martin, Stefanie Lorenzen, Hansjörg Herr, Martina Sproll, Petra Dünhaupt und Christina Teipen (von links nach rechts) nutzten die Gelegenheit, ihre aktuellen Forschungsergebnisse im Kontext globaler Wertschöpfungsketten mit einem internationalen Publikum zu diskutieren. Die Konferenz bot eine inspirierende Plattform für den Austausch mit Wissenschaftler*innen, Gewerkschafter*innen und Aktivist*innen aus aller Welt.

© HWR Berlin 2025